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Typ-1-Diabetes: Betazellen durch Stuhltransplantation erhalten?

Möglicherweise lässt sich der Untergang der insulinproduzierenden Betazellen bei Typ-1-Diabetikern mittels einer Stuhltransplantation aufhalten. Mit dem eigenen Kot scheint das besser zu funktionieren als mit Spenderfäzes.

(9.2.2021) - Das Zusammenspiel zwischen Mikroben und dem angeborenen Immunsystem wirkt ganz offensichtlich bei der Pathogenese des Typ-1-Diabetes mit, erläutert ein Wissenschaftlerteam um Dr. ­Pieter de ­Groot von der Universitätsklinik Amsterdam. Die gezielte Veränderung der Darmflora mittels fäkaler Mikrobiota-Transplantation dürfte daher positive Effekte haben.

In einer randomisierten kontrollierten Studie mit 21 frisch dia­gnostizierten Typ-1-Diabetikern haben die Forscher diese Hypothese zu stützen versucht. Mit Beginn ihrer Untersuchung, nach zwei und nach vier Monaten erhielt die eine Hälfte der Patienten (Alter: 18 bis 35 Jahre) über einen Naso­duodenaltubus die eigenen Fäkalbakterien, die anderen bekamen aufgearbeitete Fäzes gesunder Spender. Die Auswirkungen der autologen bzw. allogenen Stuhltransplanatation prüften die Autoren nach sechs und nach zwölf Monaten mittels eines Mixed-Meal-Tolerance-Tests.

Positive Effekte mit Prevotella-Arten und Desulfovibrio ­piger

Wie sich zeigte, war bei den Probanden, die ihre eigenen Ausscheidungen bekommen hatten, die Konzentration des ­C-Peptids höher als bei der Gruppe mit dem allogenen Transfer. Offenbar konnte mit der eigenen Darmflora die residuale Betazellfunktion kurz nach Beginn der Autoimmunerkrankung besser erhalten werden als mit fremder.

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