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Neues Medikament verzögert Typ-1-Diabetes

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat Teplizumab unter dem Handelsnamen Tzield zugelassen. Damit soll künftig bei Kindern ab acht Jahren, die an einem Vorstadium von Typ-1-Diabetes leiden, ein Übergang zu einem manifesten Diabetes hinausgezögert werden.

(21.11.2022) - Wie die FDA in den USA erklärt, deaktiviert das jetzt neu zugelassene Arzneimittel Tepilzumab wahrscheinlich die Immunzellen im Körper, die insulinproduzierende Zellen angreifen. Währenddessen soll es den Anteil der Zellen erhöhen, welche die Immunreaktion dämpfen. Unter dem Markennamen Tzield soll das Arzneimittel künftig über 14 Tage hinweg einmal täglich als Infusion verabreicht werden. In einer Studie konnte gezeigt werden, dass Tzield so den Beginn der Stufe drei eines Typ-1-Diabetes um rund zwei bis drei Jahre hinauszögern kann. Die Zulassung in Europa ist noch offen.

eplizumab ist in den USA für Kinder ab acht Jahren sowie Erwachsene mit einem erhöhten Risiko für Typ-1-Diabetes zugelassen. Der Wirkstoff wird intravenös einmal täglich über einen Zeitraum von 14 Tagen verabreicht. Die Behandlung beginnt in Phase zwei der Entwicklung von Typ-1-Diabetes, in der Inselautoantikörper im Blut nachgewiesen werden können und zusätzlich eine Glukoseintoleranz oder eine Dysglykämie auftritt.

Meilenstein der Forschung

Prof. Dr. Anette-Gabriele Ziegler, Direktorin des Instituts für Diabetesforschung am Helmholtz Zentrum München, bezeichnet die Zulassung von Teplizumab als Meilenstein in der Geschichte und Forschung zu Typ-1-Diabetes. „Wichtig ist nun, dass wir die Therapie auch für unsere jungen Menschen in Europa auf den Markt bringen und dass wir die Früherkennung intensivieren, damit möglichst alle Kinder von einem Aufschub der Diabetesmanifestation profitieren“, so die Expertin in einem ersten Statement.

Quelle: Medieninformation der FDA vom 17.11.2022