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Neuer Risikofaktor für Herzinsuffizienz entdeckt

(31.5.2021) - Es ist schon lange bekannt, dass starkes Übergewicht das Risiko für Herzschwäche erhöht. Ein amerikanisches Forschungsteam legt nun nahe, dass vor allem die Fettablagerungen rund um das Herz für das erhöhte Risiko verantwortlich sind.

Forschende der Icahn School of Medicine at Mount Sinai (USA) zeigten, dass Fettansammlungen rund um das Herz ein Risikofaktor für Herzinsuffizienz sind. Ein hoher Anteil von sogenanntem epikardialen Fett verdoppelte das Risiko für Herzschwäche bei Frauen, bei Männern stieg das Risiko um 50 Prozent. Die Forschungsergebnisse wurden kürzlich im „Journal of the American College of Cardiology“ vorgestellt.

Bislang größte Studie zu dem Thema

Es ist die bislang größte Studie, die den Zusammenhang zwischen epikardialem Fett und Herzinsuffizienz aufzeigt. Aus den Erkenntnissen lassen sich möglicherweise frühzeitige Intervention ableiten, die zu einer besseren Prävention von Herzerkrankungen führen könnten.

Genauer nachgeschaut

„Seit fast zwei Jahrzehnten wissen wir, dass starkes Übergewicht, basierend auf einfachen Messungen von Größe und Gewicht, das Risiko einer Herzinsuffizienz verdoppeln kann, aber jetzt sind wir einen Schritt weiter gegangen, indem wir bildgebende Verfahren eingesetzt haben, um zu zeigen, dass überschüssiges Perikardfett, vielleicht aufgrund seiner Lage in der Nähe des Herzmuskels, das Risiko dieser potenziell tödlichen Erkrankung – Herzinsuffizienz – weiter erhöht“, berichtet der leitende Kardiologe Professor Satish Kenchaiah.

„Diese Arbeit gibt uns ein wichtiges Werkzeug in die Hand, um Patienten in ein höheres und niedrigeres Risiko für Herzversagen einzuteilen, was möglicherweise zu einer frühzeitigen Intervention und Prävention von Herzversagen führen kann, um letztlich das Leben der Menschen zu retten“, betont der Mediziner.

Ablauf der Studie

Die Forschenden untersuchten den Zusammenhang zwischen Herzbeutel-Fett und dem Risiko einer Herzinsuffizienz anhand von CT-Scans der Brust bei rund 7.000 Teilnehmenden im Alter zwischen 45 und 84 Jahren. Die Probandinnen und Probanden wurden über einen Zeitraum von über 17 Jahren beobachtet. Zu Beginn der Studie wurde sichergestellt, dass keiner der Teilnehmenden Anzeichen einer Herzerkrankung hatte.

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