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Nadel ade? Forscher betonen Vorteile der Infrarot-Spektroskopie für Diabetiker

Die Initiative „IR4future“ aus Wirtschaft und Wissenschaft sieht in der Infrarot-Spektroskopie ein enormes Potenzial – etwa im Diabetesmanagement.

Jena. Den Blutzucker messen, ohne zu stechen, anhand der Atemluft Lungen- und Nierenkrankheiten oder Diabetes schon im Frühstadium erkennen oder die chemische Zusammensetzung von Gewebe bestimmen, um krankhafte Veränderungen aufzuspüren: Die Infrarot-Spektroskopie eröffnet eine Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten für die nicht-invasive medizinische Diagnostik.

Auch in der Pharma-, Lebensmittel- und Umweltanalytik könnte das Messverfahren entscheidende Fortschritte ermöglichen, betont ein Netzwerk von Forschenden und Industriepartnern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Stillstand gefährdet Wettbewerb

(7.6.2021) - Unter dem Dach der interdisziplinären Initiative „IR4future“, zu der Mitglieder aus dem Forschungsverbund „Leibniz Gesundheitstechnologien“, der Freien Universität Berlin und der Universität Innsbruck sowie von Spektrometer- und Optoelektronik-Herstellern aus dem deutschsprachigen Raum zählen, warnen sie nun in einem Positionspapier davor, dass das mit der Infrarot-Spektroskopie verbundene Potenzial ungenutzt zu versanden droht.

Denn die IR-Spektroskopie werde derzeit mehrheitlich als Routine-Messverfahren betrieben und gelehrt — die methodische Weiterentwicklung bleibe dabei auf der Strecke. Forschungseinrichtungen und Gerätehersteller im deutschsprachigen Raum könnten international den Anschluss verlieren, warnt die Initiative.

Ein konkretes Einsatzfeld für die Infrarot-Spektroskopie könnte laut den Jenaer Leibniz-Wissenschaftlern die non-invasive Glukosemessung sein. So müssten in Deutschland rund sechs bis acht Millionen Diabetiker täglich mehrere invasive Blutzuckermessungen durchführen.

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