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Mit kleinem Trick automatisch gesünder essen

Regelmäßig gesund zu essen ist für viele eine Herausforderung. Dabei könnte es so einfach sein. Ernährungswissenschaftler fanden jetzt nämlich heraus, dass schon ein bisschen Sport automatisch zu besseren Essgewohnheiten führt. Das hat einen bestimmten Grund.

Wie schnell kommen wir in Versuchung, doch nicht zum Sport zu gehen und den Abend auf dem Sofa zu verbringen. Dieses Verhalten hat auf den ganzen Körper Auswirkungen. So auch auf unsere Essgewohnheiten. In welchem Zusammenhang regelmäßige sportliche Betätigung und Ernährung wirklich stehen, haben nun Wissenschaftler der Universität von Texas untersucht und sind dabei zu einem erstaunlichen Ergebnis gekommen.

Aber zuerst Details zur Untersuchung: Die Ernährungswissenschaftler wählten für ihre Studie über 2500 Probanden zwischen 18 und 35 Jahren aus. Alle arbeiteten oder studierten an einer Universität, trieben so gut wie nie Sport und waren nicht auf Diät. Die spitze Auswahl der Zielgruppe interessierte die Forscher aus einem bestimmten Grund. Denn wie vorangegangene Studien zeigten, tritt Übergewicht überraschenderweise häufig bei jungen Erwachsenen auf. Besonders Studenten hocken tagsüber hauptsächlich am Schreibtisch und gucken abends lieber Serien, anstatt sich zu bewegen. Na, wer erkennt sich hier wieder?

Die Probanden gaben zuvor an, pro Woche nicht mehr als eine halbe Stunde sportlich aktiv zu sein. Während der Studie trieben sie in einem Zeitraum von fast vier Monaten dreimal wöchentlich Sport. Eine Trainingseinheit dauerte gerade einmal 30 Minuten und bestand aus Aerobic-Übungen.

Obwohl die Ernährungswissenschaftler die Anweisung gaben, die Essgewohnheiten während der Trainingsphase nicht umzustellen, beobachteten sie dennoch eine Veränderung bei den Probanden.

Nach einigen Wochen griffen die Studienteilnehmer unbewusst und mit einer größeren Wahrscheinlichkeit zu magerem Fleisch, Obst und Gemüse. Frittiertes Essen und Softgetränke nahmen sie dagegen kaum noch zu sich.

Wer sich bewegt, erhöht die Menge des Botenstoffes Dopamin, der für das glückselige Gefühl nach dem Sport verantwortlich ist. Bestimmte Lebensmittel begünstigen die Produktion des Dopamins. So sei es laut der Wissenschaftler denkbar, dass wir automatisch zu gesunden Nahrungsmitteln greifen, um den Dopaminspiegel hochzuhalten.

In der Vergangenheit zeigten Studien außerdem, dass es eine Beziehung zwischen der Trainingsintensität und der Anzahl der appetitregulierenden Hormone im Körper gibt.

Bis die Ernährungswissenschaftler eine endgültige Antwort gefunden haben, lohnt es sich in jedem Fall, etwas Zeit pro Woche für Sport aufzuwenden. Die Auswirkungen, die es auf die eigenen Verhaltensweisen hat, sind nicht zu unterschätzen. (red 1.3.2019)