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Jetzt starten die Diabetes-Buddies durch

Erwin Torma ist 52 Jahre, lebt mit seiner Familie in Simmering und erlebte vor drei Jahren, wie sich das Leben verändert, als bei seiner sechsjährigen Tochter Tina die Diagnose Diabetes Typ 1 gestellt wurde. Jetzt will Erwin Torma auch anderen helfen. und feiert erste Erfolge. Auf seiner Webseite www.diabetestyp1.at entsteht ein Netzwerk von Diabetes-Buddies in Österreich.

Egal ob Sie Hilfe brauchen oder anbieten können ・ machen Sie mit! 

Die Idee ist simpel: Menschen, die bereits seit einigen Jahren an Diabetes Typ 1 erkrankt sind, können sich meist besonders gut daran erinnern, wie sie sich selbst bei der Diagnose gefühlt haben, welche Ängste und Verunsicherungen das Leben dominierten, welche Tipps und Tricks im Umgang mit der Krankheit man erst lernen musste. Heute sind diese früheren „Anfänger“ meist sehr erfahren im Umgang mit Blutzuckermessgeräten, dem Umgang mit dem Pen oder der Pumpe. Sie wissen gut, worauf man achten muss und haben oft auch Erfahrung im Umgang mit nicht alltäglichen Situationen wie etwa Reisen oder Sportwochen. 

Und genau um diese Erfahrungen, dieses Wissen und Knowhow geht es. Denn diese Erfahrungen können „Neuankömmlingen“ in der Welt des Diabetes das Leben ungeheuer erleichtern. Mit seinem Projekt will Erwin Torma Hilfesuchende und Anbieter von Erfahrung und Knowhow zusammenbringen. 

Erwin Torma: „Als Vater eines seit mittlerweile drei Jahren an Diabetes Typ 1 erkrankten Kindes werde ich Betroffenen und deren Umfeld wohl nicht sagen müssen, was dies für den Rest des Lebens bedeutet. 

Gerade durch die Diagnose „Diabetes Typ1“ wurde unser Leben von heute auf morgen komplett auf den Kopf gestellt. Viele Fragen gingen mir anfangs durch den Kopf. Wie wohl die meisten, hatte ich vorher auch keine Ahnung was Diabetes Typ 1 genau ist. 

Meine Tochter Tina, damals sechs Jahre alt, stand zwei Wochen vor Schulbeginn. Ich hatte kurz vorher meinen Job als Servicetechniker verloren. Glück im Unglück, da ich mich nun voll auf die Tochter konzentrieren konnte. Was hat sich für uns vor drei Jahren aber wirklich verändert? 

Zuerst mal wurden wir auf ein Leben mit Diabetes Typ 1 vorbereitet und eingeschult. Und das war nicht ganz einfach. Jede Mahlzeit, ob Hauptmahlzeiten oder mal schnell was zwischendurch, immer muss gerechnet, gemessen und berechnet werden. Wie hoch ist der momentane Blutzucker, wieviel Kohlehydrate hat das Essen, wieviel möchte die Tochter essen, was muss dafür an Insulin gespritzt werden, muss ich gleich spritzen oder erst warten und später spritzen. Steigt der Blutzucker aufgrund bestimmter Speisen schnell oder langsam oder gar erst viel später an. Zusätzliche Einflüsse wie sportliche Betätigungen, Krankheit, Stress usw. müssen auch noch berücksichtigt werden. Meine Frau Andrea und unser Sohn Daniel waren genauso damit konfrontiert wie Tina oder ich. 

Zum Glück haben wir in Tinas Lehrerin Birgit Dworsky, die schon Daniel unterrichtet hatte, eine sehr liebevolle und engagierte Pädagogin gefunden, die sich sehr mit dem Thema auseinandergesetzt und uns sehr geholfen hat. Aber natürlich war ich am Anfang oft genug in der Schule und bei jedem Ausflug dabei. 

Zum Glück haben wir in Tinas Lehrerin Birgit Dworsky, die schon Daniel unterrichtet hatte, eine sehr liebevolle und engagierte Pädagogin gefunden, die sich sehr mit dem Thema auseinandergesetzt und uns sehr geholfen hat. Aber natürlich war ich am Anfang oft genug in der Schule und bei jedem Ausflug dabei.