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Internationaler Fachgesellschaften: Spezielle Empfehlungen für Typ-1-Diabetiker

Die europäische Diabetesgesellschaft EASD und ihr US-Pendant ADA haben ein Konsensuspapier zum Management von Typ-1-Diabetes publiziert. Zu den Schwerpunkten gehören Diagnostik im Erwachsenenalter und psychische Begleiterkrankungen.

(Paris, 12.10.2021) - EASD und ADA wollen mit einem gemeinsamen Konsensuspapier das Management von Typ-1-Diabetes verbessern helfen, wurde beim virtuellen EASD-Kongress berichtet. Die Themen decken das gesamte Spektrum ab: Diagnose, Therapieziele, Betreuungskalender, Selbstmanagement-Schulung, Glukose-Monitoring und Insulintherapie.

Spezielle Empfehlungen gibt es zu Patientengruppen wie Schwangeren, Hochbetagten oder Patienten in Pflege. Auch werden neue Entwicklungen wie Betazell-Ersatztherapien oder Immuntherapien adressiert (Diabetologia 2021; online 30. September).

Algorithmus zur Diagnostik bei Erwachsenen

Schwerpunkt ist unter anderen ein Algorithmus zur Diagnostik von Typ-1-Diabetes bei Erwachsenen. Für die Diagnose muss man sich in dieser Altersgruppe auf mehrere Faktoren stützen. Bis zu 40 Prozent der Neuerkrankten werden bisher dabei zunächst fälschlich als Typ-2-Diabetiker eingestuft, berichtet die EASD in einer Mitteilung.

Ein besonderes Anliegen der Autoren ist zudem die psychische Gesundheit von Typ-1-Diabetikern. Diese ist besonders bei Diagnose und bei Komplikationen gefährdet. Hierzu raten die Diabetologen zu regelmäßigem Screening auf Probleme.

EASD und ADA sind Vorreiter bei der Empfehlung neuer Diabetes-Strategien. So hatten die Fachgesellschaften vor einigen Jahren in einem ähnlichen Konsensuspapier zum Management von Typ-2-Diabetes erstmals die Therapien mit organprotektiven Antidiabetika in den Fokus gerückt. Ähnliche Empfehlungen sind inzwischen in viele Leitlinien aufgenommen worden, unter anderen in die Nationale VersorgungsLeitline (NVL) Typ-2-Diabetes in Deutschland.

Quelle: https://www.aerztezeitung.de/