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Hohes Reamputationsrisiko bei Diabetischem Fuß

Viele Diabetiker müssen sich nach einer ersten Amputation an der unteren Extremität erneut einem Eingriff unterziehen. Studiendaten aus den USA und Europa zeigen hohe Raten.

(Los Angeles, 12.7.2021) - Bei Patienten mit hohem Risiko für ein diabetisches Fußsyndrom sind regelmäßig die Füße zu kontrollieren. Liegt eine periphere Neuropathie mit Ulkus vor oder gab es in der Vorgeschichte bereits eine Amputation, dann sollten die Füße des Patienten alle ein bis drei Monate von einem Spezialisten angeschaut werden. Das empfiehlt die AG Fuß der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) (Diabetologie 2018; 13, Suppl 2: S244–S252).

Wie wichtig bei Patienten gerade die Prävention von Reamputationen ist, belegen die Ergebnisse einer aktuellen Studie aus den USA.

Kein Rückgang der Amputationen

Nach der US-Erhebung kam es innerhalb nur eines Jahres bei etwa jedem Fünften zu einer erneuten Amputation derselben oder der kontralateralen Extremität. An den hohen Reamputationsraten scheint sich dabei in den letzten Jahrzehnten wenig geändert zu haben. Das sind die Ergebnisse einer Metaanalyse, die US-Mediziner jetzt veröffentlicht haben (BMJ Open Diab Res Care 2021; 9: e002325).

In die Metaanalyse wurden 22 Studien aus den Jahren 1972 bis 2021 einbezogen; die überwiegend retrospektiven Untersuchungen stammten zumeist aus den USA oder Europa. Ausgewertet wurden die Daten von 21.145 Patienten mit einer ersten Minor- und Majoramputation.

Von denen, die ein Jahr später noch am Leben waren, waren 19 Prozent einer zweiten Amputation am selben oder am anderen Fuß/Bein unterzogen worden, unter den Fünf-Jahres-Überlebenden stieg die Reamputationsrate auf 37 Prozent.

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