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ESS INSTINKT

Woher wissen Wildtiere, wovon sie wie viel essen müssen? Warum leiden sie nicht an Übergewicht oder Diabetes? WIR VERLOSEN drei Bücher!

Stella lebte in einer Gemeinschaft am Stadtrand der südafrikanischen Metropole Kapstadt. Sie war eine von 25 Erwachsenen, die miteinander insgesamt beeindruckende 40 Kinder hatten. Es war ein beschaulicher Ort am Fuße des Tafelbergs, inmitten von Weinbergen, Pinienwäldern, Eukalyptushainen, natürlicher Fynbos-Vegetation und ein paar wenigen Vororten.

Caley Johnson war eine junge Anthropologiestudentin aus New York City. Sie schrieb ihre Abschlussarbeit über Ernährung der ländlichen Bevölkerung in Uganda, die sich fast ausschließlich natürlich ernährt. Ihre wissenschaftlichen Betreuer schlugen vor, es wäre interessant, wenn sie in ihrer Studie eine Vergleichsbevölkerung miteinbeziehen würde, bei der neben natürlichen Nahrungsmitteln auch zucker- und fetthaltige, verarbeitete Produkte auf dem Speiseplan stehen.

So kam Caley nach Kapstadt, wo sie und Stella sich begegneten. Bei Caleys Forschungsansatz, der auf ihrem Gebiet Standard ist, wurden die Probanden rund um die Uhr beobachtet. Dabei wurde festgehalten, welche Nahrungsmittel und wie viel von jedem sie aßen. Anschließend wurden die Nahrungsmittel im Labor hinsichtlich ihrer Nährstoffwerte analysiert, um so ein detailliertes Bild der Ernährung zu erhalten. Dennoch war diese Studie in einer Hinsicht außergewöhnlich: Anstatt verschiedene Personen an verschiedenen Tagen zu beobachten, entschied sich das Team dazu, die Ernährungsgewohnheiten eines einzigen Individuums in 30 aufeinanderfolgenden Tagen zu erforschen.

So lernte Caley Stella und ihre Essgewohnheiten genauestens kennen. Was sie sah, verblüffte sie. Stellas Ernährung war erstaunlich ausgewogen: In den 30 Tagen verzehrte sie mehr als 90 verschiedene Nahrungsmittel, wobei sie an jedem Tag unterschiedliche Kombinationen aus natürlichen und verarbeiteten Produkten zu sich nahm. So lag der Schluss nahe, dass Stella nicht besonders wählerisch war und einfach aß, worauf sie Lust hatte. Die Zahlen, die aus dem Labor kamen, schienen dies zu bestätigen. Das Verhältnis von Fetten und Kohlenhydraten in Stellas Ernährung wechselte stark, was angesichts der großen Nahrungsvielfalt und der Unterschiede zwischen den jeweiligen Tagen im Rahmen der Erwartungen lag.

Doch dann stieß Caley auf etwas Unerwartetes. Als sie die tägliche Kalorienmenge aus Fetten und Kohlenhydraten zählte und diese Zahlen in einer Grafik mit der täglich verzehrten Eiweißmenge verglich, ergab sich ein deutlicher Zusammenhang. So stellte sich heraus, dass das Verhältnis von Eiweiß auf der einen Seite und Fetten und Kohlenhydraten auf der anderen Seite – ein wichtiger Indikator für eine ausgewogene Ernährung – den ganzen Monat über konstant geblieben war, ungeachtet dessen, was Stella zu sich genommen hatte. Außerdem entsprach das Verhältnis, das Stella tagtäglich verzehrte – ein Teil Eiweiß auf fünf Teile Fette und Kohlenhydrate – genau jenem Verhältnis, das als ausgewogen für eine gesunde Frau von Stellas Körpergröße gilt. Stella ernährte sich also keineswegs unüberlegt und nach Lust und Laune, sondern achtete peinlich genau darauf, nur das zu essen, was ihr guttat, und sie wusste genau, wo sie es herbekam.

Doch wie gelang es Stella, ihre Ernährung so haargenau zusammenzustellen? Caley wusste, wie schwierig es ist, Nahrungsmittel so zu kombinieren, dass sie eine ausgewogene Ernährung ergeben – sogar Diätspezialisten verwenden dazu Computerprogramme. Ob Stella insgeheim eine Ernährungsexpertin war? Im Grunde eine legitime Frage, aber Stella ist ein Pavian. Eine verwirrende Geschichte, wenn man bedenkt, dass wir Menschen Ernährungsberatung in Anspruch nehmen, um uns ausgewogen zu ernähren (was nicht bedeutet, dass sie jedem gleichermaßen guttut). Unserem wilden Verwandten, dem Pavian, gelingt dies hingegen offensichtlich nur mit seinem Instinkt. Wie ist das möglich?

Woher wissen Wildtiere, wovon sie wie viel essen müssen? Warum leiden sie nicht an Übergewicht oder Diabetes?

Die einfache Antwort: Paviane, Katzen, Kaninchen, Heuschrecken, ja selbst Pilze gleichen den Protein-, Fett und Kohlenhydratanteil ihrer Nahrung instinktiv perfekt aus. Wie funktioniert das? Es ist der Appetit, der ihnen genau sagt, was sie brauchen. Dasselbe Prinzip funktioniert auch bei uns Menschen. Die renommierten Wissenschaftler David Raubenheimer und Stephen J. Simpson erklären in diesem Buch, wie ein gedeckter Eiweißbedarf den Heißhunger stillt, und zeigen, wie wir die Menge an Nährstoffen bestimmen können, die unser Körper benötigt. Ist damit alles getan, um ein gesundes Leben zu führen? Fast! Erfahren Sie in diesem Buch, was wirklich gesund für uns ist, wie unser Appetit funktioniert und welche Entscheidungen wir dafür treffen müssen.

 
DIE AUTOREN:

David Raubenheimer ist Insektenforscher und Professor für Ernährungsökologie an der School of Life and Environmental Sciences der Universität Sydney. Zusammen mit Stephen J. Simpson hat er bei seinen Forschungen u. a. über die Mormonengrillen Feststellungen gemacht, die heute als sogenannter »Eiweißeffekt« oder »Eiweißverdünnung« bekannt sind.
Stephen J. Simpson ist akademischer Direktor des Charles Perkins Centre, Professor an der School of Life and Environmental Sciences der Universität Sydney und Geschäftsführer von Obesity Australia. Er hat zusammen mit David Raubenheimer geforscht und neue Wege beim Thema Ernährung beschritten.

 

Ess Instinkt / David Raubenheimer, Stephen J. Simpson

Softcover, 240 Seiten

Erschienen: August 2020

Gewicht: 312 g

ISBN: 978-3-7423-0832-0

19,99 € inkl. MwSt.

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Wie viele verschiedene Nahrungsmittel verzehrte Stella in 30 Tagen?

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