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Der Kürbis: Rund und g´sund

Der Kürbis kann als größte Beere der Welt bezeichnet werden, da er wie andere Beerenfrüchte im Fruchtfleisch eingelagerte Samen hat. Botanisch gesehen zählt der Kürbis zu Obst, lebensmitteltechnisch wird er als Gemüse bezeichnet. Vor nicht allzu langer Zeit galt der Kürbis als Gemüse armer Leute. Heute kommt er selbst im Hauben-Restaurant auf den Teller. Mit durchschnittlich 25 kcal/100 g ist der Kürbis ein kalorienarmes Gemüse das schmeckt und zudem auch noch gesund ist.

PLUS: Rezepte zum Nachkochen!

Kürbisse verfügen über viele antioxidativ wirksame Stoffe wie etwa Vitamin A, C und E. Sie gelten als Radikalfänger und schützen die Zellen vor aggressiven Sauerstoffverbindungen, welche die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Außerdem senken sie das Risiko für Krebserkrankungen. Magnesium stärkt Zähne und Knochen, wirkt entzündungshemmend und präventiv gegen Diabetes. 

Eine Studie zeigt, dass die im Kürbis enthaltenen Enzyme die Bauchspeicheldrüse entlasten und die Erneuerung der Zellen dieses wichtigen Organs anregen. So bekämpft der Kürbis wirksam Vorstufen von Diabetes-Typ-2 als auch einen bereits diagnostizierten Diabetes. 

Kalium senkt den Blutdruck und stärkt das Herz. Die Effizienz kann sogar mit einer geringen Dosierung von Blutdrucksenkern gleichgesetzt werden. Das Spurenelement Zink wirkt ebenso entzündungshemmend, lindert Rheumabeschwerden und reduziert das Risiko an Typ-2-Diabetes zu erkranken. 

Dieses wohlschmeckende, kalorienarme Herbstgemüse liefert auch jede Menge sättigende Ballaststoffe, die eine wichtige Funktionen im Verdauungstrakt erfüllen und den Stoffwechsel regulieren. 

Kürbiskerne enthalten viel Aminosäure Tryptophan, die das Glückshormon Serotonin produzieren. So kann der Kürbis auch Depressionen bekämpfen. Täglich eine Handvoll Kürbiskerne wirken sich positiv auf die Stimmung aus!

 

Rezepte zum Nachkochen!

 
Kürbis con carna

Mit einem saftigen Chili gefüllter Hokkaido-Kürbis. Als Topping kommen gehackte Koriander-Blätter oben drauf.

Zutaten (für 4 Personen):

2 mittelgroße (à 1,2 kg) oder 4 kleine (à 600 g) Hokkaido-Kürbisse 
je 1 rote und grüne Paprikaschote 
1 Zwiebel 
1 Knoblauchzehe 
2 EL Olivenöl 
250 g Rinderfaschiertes 
Salz, Pfeffer (Mühle) 
1 kleine Chilischote 
1 Dose Kidneybohnen (Abtropfgewicht 255 g) 
1 Dose gehackte Tomaten (Abtropfgewicht 240 g) 
2 EL Sauerrahm 
abgezupfte Blättchen von 2 bis 3 Stängeln Koriander

Zubereitung:

Von den Kürbissen Deckel abschneiden, Kerne aus dem Inneren entfernen. Mit einem Messer insgesamt ca. 500 g des Fruchtfleisches herausschneiden und würfeln.

Paprikaschoten halbieren, Kerne und Trennwände entfernen und das Fruchtfleisch klein schneiden. Zwiebel und Knoblauchzehe hacken, im heißen Öl andünsten. Hackfleisch zufügen und krümelig braten. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. 

Chilischote fein hacken und zusammen mit Kürbis und Paprika zum Fleisch geben. Zugedeckt ca. 5 Minuten ­garen. Kidneybohnen, gehackte Tomaten und ca. 250 ml Wasser zugeben und weitere 10 Minuten köcheln lassen. Noch einmal abschmecken.

In den ausgehöhlten Kürbis füllen und mit Sauerrahm und Korianderblättchen anrichten.

Kürbis-Alternativen: Türkenturban, Muskat- oder Halloween-Kürbis

Nährwerte pro Person: ca. 370 kcal, 25 g KH; 2 BE

 

Kürbissalat

Kürbis eignet sich auch sehr gut als Salatbeilage. In Chili, Olivenöl und Salz leicht angebraten bringt der Kürbis Würze in den Salat.

Zutaten (für 4 Personen):

1 kleiner Muskatkürbis (ca. 1,2 kg, 800 g Fruchtfleisch) 
2 EL Olivenöl 
Salz 
1 kleine getrocknete Chilischote 
175 g gemischter Blattsalat (Lollo Rosso, Radicchio, Frisée, Rucola) 
60 g getrocknete 
Tomaten in Ölmarinade 
3 Frühlingszwiebeln 
80 g schwarze Oliven (entsteint) 
3 EL weißer Balsamico-Essig 
1 TL flüssiger Honig 
Pfeffer aus der Mühle 
1 EL Kürbiskernöl

Zubereitung:

Kürbis halbieren, entkernen, in Spalten schneiden und die Schale entfernen. In mundgerechte Stücke schneiden.

Olivenöl mit Salz und zerbröselter Chilischote mischen. Kürbisstücke darin wenden und in einer beschichteten Pfanne 5 Minuten braten.

Salat in mundgerechte Stücke teilen. Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, Tomaten grob ­hacken. Alles mit den Oliven auf Teller verteilen.

Gebratenen Kürbis noch warm darauf anrichten. Dressing aus Essig, Honig, Salz, Pfeffer, Kürbiskernöl und 1 EL Wasser über den Salat träufeln.

Kürbis-Alternativen: Hokkaido oder Türkenturban

Nährwerte pro Person: ca. 205 kcal, 10 g KH; 1 BE

 

Kürbispasta mit Erdnüssen

Exotische Kürbispasta mit Erdnüssen, Orange und ein wenig Curry.

Zutaten (für 4 Personen):

1 mittelgroßer Butternut-Kürbis (ca. 1,2 kg;  800 g Fruchtfleisch) 
150 g Karotten 
1 Stange Lauch 
1 Zwiebel 
2 EL Olivenöl 
1 gestr. EL Currypulver 
300 ml Gemüsebrühe (Instant) 
Saft und Schale von 1 kleinen 
unbehandelten Orange 
Salz, Pfeffer (Mühle) 
300 g Vollkorn-Pasta 
(z. B. Penne, Fusilli, Farfalle,) 
1/2 Bund glatte Petersilie 
2 EL Erdnüsse, geröstet, gesalzen

Zubereitung:

Kürbis halbieren, entkernen und schälen. ­Karotten ebenfalls schälen, beides in Stücke, Lauch in Ringe schneiden.

Zwiebel hacken, im heißen Öl in einem Topf andünsten. Gemüse zufügen und 2 bis 3 Minuten mitdünsten. Mit Curry bestäuben.

Brühe angießen und zugedeckt ca. 15 Minuten köcheln lassen. Orangenschale und -saft zufügen. Pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Nudeln bissfest garen. Petersilie und Erdnüsse grob hacken. Nudeln mit Kürbissoße anrichten, mit Petersilie und Erdnüssen bestreut servieren.

Kürbis-Alternative: Hokkaido

Nährwert pro Person: ca. 440 kcal, 66 g KH; 5,5 BE