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Adipositas-Prävention: Nicht erst um 24 Uhr ins Bett!

Außer Ernährung und Bewegung beeinflussen offenbar auch Schlafgewohnheiten das Risiko, adipös zu werden. Dabei scheint es nicht nur darauf anzukommen, wie lange, sondern auch, zu welchen Zeiten man schläft.

(Hongkong, 7.7.2021) - Für einen gesundheitsförderlichen Nachtschlaf, dem auch positive Auswirkungen auf das Gewicht zugeschrieben werden, empfehlen Fachgesellschaften wie die American Academy of Sleep Medicine and Sleep Research Society in der Regel eine Dauer von mindestens sieben Stunden. Speziell im Hinblick auf das Vermeiden von Übergewicht könnten neuen Erkenntnissen zufolge aber auch sechs Stunden ausreichen. Unabhängig davon sprechen die jetzt veröffentlichten Daten dafür, die Schlafenszeit nicht erst nach Mitternacht beginnen zu lassen.

Fast 137.000 Menschen wurden nach Lebensstil gefragt

Die Ergebnisse stammen aus einer multinationalen Querschnittstudie, für die fast 137.000 Menschen im Alter zwischen 35 und 70 mit standardisierten Fragebögen unter anderem zu ihrem Lebensstil inklusive Schlafgewohnheiten, ihrer Gesundheit und ihrem sozioökonomischen Status befragt worden waren (JAMA Netw Open 2021; online 30. Juni). Von den Teilnehmern waren 60 Prozent Frauen und 20 Prozent gemäß ihrem BMI (> 30 kg/m2) adipös, 27 Prozent hatten eine zentrale Adipositas (Taillenumfang Männer > 102 cm und Frauen > 88 cm).

Wie schon in früheren Studien bestand eine Assoziation zwischen der üblichen Dauer des Nachtschlafs und dem Gewicht: Im Vergleich zu sieben bis acht Stunden waren fünf bis sechs Stunden bzw. weniger als fünf Stunden mit einem um 15 Prozent beziehungsweise 27 Prozent höheren Risiko einer allgemeinen Adipositas verbunden. Durch Nickerchen am Tag ließ sich dieses Defizit nicht ausgleichen, im Gegenteil, ein Mittagsschlaf von einer Stunde und mehr ging ebenfalls mit einer erhöhten Adipositaswahrscheinlichkeit einher (+22 Prozent allgemeine und +39 Prozent zentrale Adipositas).

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